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Tageslichtlampen zur Lichttherapie – Bessere Stimmung in kalten Monaten

Tageslichtlampen simulieren das Sonnenlicht. Dies hält uns gesund, aktiv und sorgt zudem für gute Laune. Erfahre hier mehr über die Einsatzmöglichkeiten von Lichttherapie und die Funktionsweise von Tageslichtlampen.

Tageslichtlampe

Unter einer Tageslichtlampe versteht man im medizinisch-therapeutischen Sinn eine Lampe mit einer besonders hohen Luxzahl, die das Tageslicht imitiert. Sie werden beispielsweise bei Depressionen eingesetzt, unter anderem auch bei Stimmungstiefs in der dunklen Jahreszeit. Die förderliche Wirkung von Sonnenlicht auf den menschlichen Organismus und besonders auf die Psyche ist gut bekannt. Kommt man nun berufsbedingt oder auch regional bedingt mit weniger Licht in Verbindung, als man es für die körperliche und psychische Gesundheit benötigen würde, sind Tageslichtlampen eine gute Alternative, sich das Sonnenlicht auch dann zu besorgen, wenn es natürlicherweise in zu geringer Menge vorkommt. Der Vorteil dieser Vorgehensweise liegt sicher in der zeitlichen Unabhängigkeit von natürlicher Sonneneinstrahlung. Allerdings sollte man natürlich auch darauf achten, dass man den Organismus nicht durcheinanderbringt, indem man zu spät abends die Lampen einsetzt.

Vorteile von Tageslichtlampen

  • Erhöht Leistungsfähigkeit
  • Erhöht Konzentrationsfähigkeit
  • Beugt vorzeitige Ermüdung vor
  • Angenehm für Augen
  • Verhindert Winter-Depressionen
  • Stärkt das Immunsystem
  • Fördert Bildung von Vitamin D

Funktionsweise von Tageslichtlampen

Funktionsweise von Tageslichtlampen
Grafik: Adoniscik

Tageslichtlampen arbeiten eher im warm-weißen Lichtspektrum mit deutlich geringerem Blauanteil als andere Lampen. Sie bieten das volle Spektrum des Tageslichts, weshalb man sie auch als Vollspektrumslampen bezeichnet. Sie arbeiten flimmerfrei und die meisten Geräte werden sogar energiesparend verarbeitet. Auch über sogenannten Elektrosmog muss man sich keine Gedanken machen, da die meisten Lampen strahlungsarm verbaut werden. Es gibt sie in unterschiedlichen Intensitätsgraden. Dabei sollte man sich bei der Entscheidung eher an der Helligkeit als an der therapeutischen Wirkung orientieren. Schließlich benötigt man während der Büroarbeitszeit keine besonders hohe Intensität, weil man sich ja längere Zeit darin aufhält. Der Entzug, den man sonst durch stundenlange Büroarbeit erleidet, entsteht durch die permanente Tageslichtexposition durch den Einsatz einer Tageslichtlampe ja gar nicht erst. Um eine medizinische Wirkung erzielen zu können, sind Luxstärken ab 2500 notwendig. In diversen Forschungen wurde nachgewiesen, dass ab dieser Luxstärke eine Wirkung nachweisbar ist. Allerdings sollte in diesem Fall die Exposition auch zeitlich begrenzt stattfinden, um den Körper und die Psyche nicht übermäßig zu stimulieren. Auch ein gewisser Mindestabstand sollte eingehalten werden, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen.

Arten von Tageslichtlampen

Tageslichtlampe

Tageslichtlampen gibt es tatsächlich inzwischen in diversen Bauarten. So ist das gesamte Spektrum der Wohn- und Bürolampen inzwischen auch als Tageslichtlampe verfügbar. Wer sein Büro oder seinen Wohnraum erst nachträglich mit einem entsprechenden Licht ausstatten möchte, der kann auch auf die reine Tageslichtbirne zurückgreifen. Ideal sind hier warm-weiße Lichtquellen, die den speziellen Hinweis „Tageslichtlampe“ tragen. Auch diese gibt es dann in den verschiedenen Fassungsarten und -größen, so dass der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Wer sein Büro mit Tageslichtlampen ausstatten möchte, kann dies entweder in Form von verschiedenen Schreibtischlampen tun oder sogar größere Räume mit dem entsprechenden Licht ausstatten und die gesamte Bürobeleuchtung an der Decke oder den Wänden mit Tageslichtbirnen ausrüsten. Für den Wohnraum eignen sich neben den klassischen Deckenleuchten oder Wandleuchten besonders Stehlampen, idealerweise mit einem schwenkbaren Arm. So ist es dann möglich, sich gezielt dem Tageslichteinfluss auszusetzen. Solche Lampen sind für den alltäglichen Gebrauch geeignet. Wer die Tageslichtlampe allerdings medizinisch-therapeutisch einsetzen möchte, der sollte auf eine Therapielampe zurückgreifen. Solche Lampen haben einen großen Leuchtschirm, der das Licht über eine große Fläche verteilt. Wie bereits erwähnt, verfügen diese Lampen über eine besonders hohe Luxzahl. Man stellt sie üblicherweise auf den Tisch und setzt sich für die empfohlene Zeitdauer davor.

Therapeutische Tageslichtlampen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Tageslichtlampen einzusetzen. Einerseits kann man sie tatsächlich therapeutisch verwenden. Die Alternative dazu geht davon aus, dass man gar nicht erst unter die schädlichen Folgen von künstlichem Licht kommen muss. Setzt man nämlich die Tageslichtlampen bereits als normale Beleuchtung für Räume ein, fühlt sich der Körper so, als sei er deutlich mehr Sonnenlicht ausgesetzt, als er es tatsächlich ist. In diesem Sinne kann man den Arbeits- und Wohnbereich bereits mit entsprechenden Lampen ausrüsten. Die Folge ist, dass Ermüdungszustände und Konzentrationsschwäche gar nicht erst auftreten, weil die Augen nicht dem künstlichen Flimmern von Halogenlampen oder Neonröhren ausgesetzt sind.

Lichttherapie mit Tageslichtlampe

Hier therapeutische Tageslichtlampen können für vielfältige Zwecke eingesetzt werden. Vor allem bei Personen die unter Depressionen durch den Lichtentzug in den kalten und dunklen Wintermonaten leiden, kann mittels Lichttherapielampen eine effektive Wirkung erzielt werden.

Tageslichtlampen bei Depression

Tageslichtlampen bei Depression

Lichttherapie wird bei verschiedenen Leiden eingesetzt, beispielsweise bei Depressionen, auch bei zeitlich begrenzten Depressionen wie der bekannten Winterdepression. Sie werden aber ebenso bei Konzentrationsschwäche, Schlafmangel, Migräne / Kopfschmerzen und bei verschiedenen Hautkrankheiten verwendet. Dabei wird in der Lichttherapie davon ausgegangen, dass die verstärkte Dunkelheit einen Melatonin-Überschuss und einen Serotonin-Mangel hervorruft. Dadurch wird man einerseits müde und andererseits sinkt die Konzentration ab. Darüber hinaus können Schlafmangel und Depression die Folge sein. Im Grunde ist der gesamte Tag-Nacht-Rhythmus durcheinander, was auf den Körper verschiedene negative Auswirkungen haben kann. Das Einsetzen einer Lichttherapie-Lampe kann durch die begrenzt eingesetzte, aber hohe Luxzahl dafür sorgen, dass dieser Effekt gemindert oder sogar umgekehrt wird. Gerade bei leichten bis mittelschweren Depressionen oder unterstützend bei schwereren Formen der Depression besteht der Vorteil des Einsatzes derartiger Lampen darin, dass sie in der Regel einen besonders schnellen Effekt hervorrufen. Andere Therapieformen versprechen da eher längerfristige Wirkungsweisen. Zumindest die schnelle Linderung der akuten Beschwerden wird von Betroffenen als sehr positiv wahrgenommen. Bei Depressionen rührt die Verstimmung in der Regel tatsächlich von einem Mangel eines bestimmten Lichtspektrums her. Gerade die sogenannte Winterdepression oder auch saisonal abhängige Depression (SAD) hat ihre Ursachen in verminderter Sonneneinstrahlung. Hier verspricht die Lichttherapie eine schnell regulierende Wirkung.

Einsatz bei Schlafstörungen

Bei Schlafstörungen ist die Wirkung auf eine Regulierung des Tag-Nacht-Rhythmus zurückzuführen. Bei Kopfschmerzen beruht der therapeutische Effekt eher auf dem vorbeugenden Anheben des Serotonin-Spiegels, da ein Mangel dieses Botenstoffs zumindest oft an der Entstehung von Kopfschmerzen und / oder Migräne beteiligt ist. Im akuten Stadium muss die Lichtempfindlichkeit des Patienten ebenfalls berücksichtigt werden, denn eine Verschlimmerung der Symptome sollte natürlich nicht in Kauf genommen werden. Auch Hautkrankheiten wie Akne oder Schuppenflechte können mit Lichttherapie zumindest unterstützend eingedämmt werden. Hier beruht die Wirkung ebenfalls auf der Regulierung des Hormonhaushalts. Gleichzeitig wird aber auch die Ausbreitung der verantwortlichen Bakterien eingedämmt. Schuppenflechte wird zusätzlich durch eine Anregung der Hauterneuerung gemildert.

Lichttherapie um den Biorhythmus zu regulieren

Um den Biorhythmus mittels einer Lichttherapie-Lampe zu regulieren, ist allerdings eine bestimmte Vorgehensweise nötig. Man setzt den Patienten in einem Abstand von etwa 50-80 Zentimeter vor die Lampe. Die Anwendung sollte mit geschlossenen Augen stattfinden, da die entsprechenden Ganglien, die dann den Impuls an den Biorhythmus senden, auch durch die Augenlider aktiviert werden können. Bei den meisten Beschwerden, etwa bei Depressionen und bei Kopfschmerzen und Migräne sollte die Anwendung morgens erfolgen, bei Schlafstörungen ist die Anwendung sowohl morgens als auch abends möglich. Je höher die Luxzahl ist, desto kürzer ist die empfohlene tägliche Anwendung. So ist sie bei einer Stärke von 2500 Lux bei zwei Stunden, bei einer extremen Stärke von 10000 Lux bei lediglich einer halben Stunde am Tag.

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