Sportwissenschaften

Magazin für Sport, Gesundheit und Wissenschaft

Fitnessgeräte

Der Gymnastikball – Trainingsgerät für den Rücken und die Muskulatur

Mit dem Gymnastikball lassen sich vielfältige gymnastische Übunge durchführen. Er kommt insbesondere bei der Rückenschule zum Einsatz aber er wird auch zur Stärkung der Muskulatur von Bauch und Po angewandt.

Was ist ein Gymnastikball?

Ein Gymnastikball besteht aus einem hochelastischem Material wie Kunststoff oder Gummi. Er wird aufgepumpt, um im physiotherapeutischen Bereich, bei der Gymnastik oder als Sitzball zum Einsatz zu kommen. Meistens haben diese Gymnastikbälle eine Größe von 45 bis 85 cm, doch es gibt auch noch größere Modelle. Um richtig trainieren zu können, muss man sie passend zur eigenen Körpergröße auswählen. Die kleineren Bälle eignen sich für Kinder und kleine Erwachsene, während die großen Gymnastikbälle für entsprechend große Personen bereitstehen.

Die runde Form und die Nachgiebigkeit des Gymnastikballs verstärkt die Wirkung von jeder Bewegung, ob man darauf sitzt oder gymnastische Übungen macht. Gleichzeitig werden die Gelenke geschont, auch wenn das Training relativ anstrengend ist.

Das Funktionsprinzip beim Gymnastikball

Auch dann, wenn der Gymnastikball prall aufgepumpt wird, bleibt er flexibel. Dadurch bleiben die Gelenke geschmeidig und man spürt keine Schmerzen. Die Luftfederung regt die Muskeln an und stärkt so den Effekt des Gymnastiktrainings. Mit dieser Funktion eignet sich der Ball sowohl für das Sporttraining als auch für den ergotherapeutischen Einsatz.

Für bestimmte Übungen sowie für Einsteiger wird empfohlen, den Ball in eine Schale zu setzen. Diese fixiert ihn an seinem Standort, sodass er unter der Belastung nicht wegrollt. Den Gymnastikball gibt es in einigen Spezialausführungen, beispielsweise als Fitness-Ball oder Yoga-Ball. Weitere Begriffe wie Trainingsball oder Sitzball beziehen sich vorwiegend auf die Nutzung und weniger auf die Beschaffenheit.

Einsatzbereiche für den Gymnastikball

Zu den wichtigen Einsatzbereichen des Gymnastikballs gehört das Fitnesstraining sowie die Ergo- und Physiotherapie. Manchmal werden die Gymnastikbälle auch im Breitensport verwendet und selbst im Leistungssport ist manchmal die Rede vom Gymnastikball. Bei der rhythmischen Sportgymnastik kommt allerdings ein kleiner Ball von maximal 35 cm zum Einsatz, der nicht mit dem großen Ball vergleichbar ist.

Koordination und Balance

Die Krankengymnastik setzt nicht nur beim Muskeltraining auf den Gymnastikball. Auch Koordination und Balance werden bei den Übungen mit dem großen Ball geschult. Gleichzeitig ist es möglich, aktiv etwas gegen die üblichen Rückenschmerzen oder Haltungsprobleme zu tun. Das hängt mit dem Training der Faszien zusammen, die durch das Sitzen und die Übungen auf dem Gymnastikball wieder geschmeidiger werden.

Muskelförderndes Sitzen im Büro

Ein Gymnastikball wird gerne als kurzfristige Alternative zum Schreibtischstuhl verwendet. Mit einem modernen Anti-Burst-System ist der Ball belastbar und sicher genug, auch für die Menschen, die etwas mehr wiegen. Auf der runden Oberfläche, die etwas einsinkt, hat man genügend Spielraum und wippt automatisch. So kommt es zu dem muskelfördernden aktiven Sitzen, das die Wirbelsäule stärkt und gleichzeitig entspannt. Nach spätestens einer Stunde sollte man jedoch wieder einen anderen Stuhl nutzen, denn sonst wird der Rücken zu sehr belastet.

Training mit Musik

Eine eher ungewöhnliche Übungsform mit dem Gymnastikball ist Drum’s Alive. Es handelt sich um ein Training mit Musik, bei dem der Ball in einer Halterung fixiert wird. Die trainierende Person schlägt mit Sticks auf die Rundung und holt dabei weit aus. Das ist ein tolles Training für die Arme und macht noch mehr Spaß, wenn mehrere Leute mitmachen.

Schreibe eine Antwort

Impressum / Datenschutz